Blog

Wie du endlich Ordnung ins Chaos bringst und behältst

Wir alle wissen doch, wie es läuft: Zu Anfang des Semesters schwören wir produktiver und organisierter zu sein als im letzten Semester. Allerdings verwerfen wir diese guten Vorsätze meist schon nach den ersten paar Wochen aufgrund einer Vielzahl von Hausarbeiten, anstehenden Prüfungen, Präsentationen und sozialen Aktivitäten (ja, auch wichtig).

Wieso ist es so schwer, am Ball zu bleiben? Tatsächlich kommt es vor allem auf die kleinen Dinge im Leben an. Du wirst überrascht sein, wie viele positive Veränderungen in Bezug auf deine Produktivität eintreten werden, wenn du dir die folgenden Angewohnheiten zu Eigen machst.


Vor dem Semester

Kaufe. Einen. Organizer. Das ist meine wahrscheinlich offensichtlichste, aber auch wichtigste Empfehlung. Ein traditioneller Organizer aus Papier verkörpert dein zukünftiges aufgeräumtes, produktives Leben. Bewahre ihn gut sichtbar auf deinem Schreibtisch auf, sodass du jegliche To Dos, Termine oder Deadlines sofort darin vermerken kannst.

Habits to become and stay organized - Daily organizing

Zweitwichtigste Empfehlung: Ordne. Deinen. Schreibtisch. Und nein, damit meine ich nicht, dass du einfach einen großen geordneten Haufen an jedem Ende deines Tisches bildest und das „Ordnung“ nennst. Nein. Nimm einmal alle Stifte, Blätter, und sonstigen Gegenstände, die du auf deinem Schreibtisch und in deinen Schubladen findest, heraus und schau dir jedes einzelne Teil an: Brauche ich es täglich? Dann stell es direkt auf deinen Schreibtisch. Brauche ich es nur alle paar Tage oder Wochen? Dann verstaue es in einer Schublade. Brauche ich es überhaupt? Wenn du dir diese Frage stellst, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass du es einfach wegwerfen kannst. Weniger ist mehr!

Räume deinen Schreibtisch jeden Abend nach getaner Arbeit auf. Erstens, ist es ein großartiges Ritual um mental Abstand zu bekommen und, zweitens, kannst du am nächsten Morgen direkt anfangen produktiv zu sein – ohne dich durch das Chaos des Vortags wühlen zu müssen. Falls dir abends noch etwas Wichtiges einfällt, dann schreib es dir einfach in deinen Organizer (was ebenfalls hilft, geistig mit der Arbeit abzuschließen und abends Ruhe zu finden).

Dritter und letzter Tipp vor Semesterstart: Lese dir vorab alle Kursbeschreibungen für deine anstehenden Vorlesungen durch. Damit vermeidest du Unklarheiten oder verpasste Deadlines. Außerdem kannst du so in der ersten Vorlesung direkt administrative Fragen klären – sei es zu Prüfungsleistungen, Studienmaterial oder bestimmten Kurseinheiten. Das leistet nicht nur einen Beitrag zu deinem organisierten Lebensstil, sondern hinterlässt auch Pluspunkte bei deinem Prof. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, yeah!

Nach der ersten Vorlesung

Nachdem du die Kursbeschreibung gelesen, erste Fragen geklärt und einen Eindruck von der Vorlesung gewonnen hast, ist es nun Zeit, jegliche Deadlines für Hausarbeiten, Präsentationen oder Klausuren in deinem Organizer zu notieren. Farben helfen dabei, beispielsweise unbenotete und benotete Prüfungsleistungen zu unterscheiden oder generell Prioritäten festzulegen. Somit kannst du auch Freizeitaktivitäten (jap, auch die gehören in deinen Kalender) von Uni-bezogenen Einträgen unterscheiden.

In den ersten beiden Wochen des Semesters

Auch wenn hier die Arbeitslast noch übersichtlich erscheint, gehe jeden Morgen (oder Abend oder so oft du es für nötig hältst) durch die To Dos, die du für diesen und den nächsten Tag in deinem Organizer festgehalten hast. Wichtig ist, wirklich jedes To Do festzuhalten (also auch Zeit für Sport, einkaufen, etc.), damit du tatsächlich den Überblick behältst, wie viel Zeit dir für deine Uni-Aufgaben bleiben. Außerdem hilft diese tägliche Routine dabei, eine Angewohnheit draus zu machen, die dir in stressigen Zeiten deutlich helfen wird!



Außerdem solltest du jetzt schon damit anfangen, jegliche Unterlagen in einen Ordner einzusortieren (auch wenn es am Anfang nicht viele sind). Damit hältst du von Anfang an Ordnung auf deinem Schreibtisch – und in deinem Kopf. Zusätzlich hast du später alle Materialien chronologisch geordnet vor dir liegen, sodass nervige Sucharbeiten während der Klausurvorbereitung endlich Geschichte sind.

Während des Semesters

So langsam nehmen Hausarbeiten, Lernen für Tests, und das Vorbereiten von Gruppenarbeiten und Präsentationen mehr Zeit in deinem Leben ein. Größere Projekte, wie Seminararbeiten oder Praktika, müssen auch geplant werden. Wie soll man da den Überblick behalten?! Ganz einfach: Teile die Projekte zunächst in wöchentliche und dann in tägliche Arbeitspakete ein und notiere diese in deinem Kalender. Damit sehen jegliche To Dos viel machbarer aus und das Risiko zu prokrastinieren wird deutlich gesenkt.

Habits to become and stay organized - Clear workspace

Kurz vor einer Klausur oder Präsentation

Geh durch alle Materialien, die du in diesem Semester behandelt hast: Verstehst du alles? Sind deine Notizen und Unterlagen vollständig? Was ist der Fokus der Klausur oder Präsentation? Schreibe alle deine Fragen nieder und gehe sie mit deinem Prof oder Kommilitonen durch. Danach kannst du deine Lernsessions in kleinere Pakete runterbrechen und diese (wie immer) in deinem Organizer festhalten. Wichtig hierbei: Überlaste dich nicht! Genug Schlaf und eine gesunde Ernährung helfen wahre Wunder bei der Klausurvorbereitung, denn nur ein waches und gut mit Nährstoffen versorgtes Gehirn kann Höchstleistungen bringen.

Nach dem Semester

Yeah, du hast es geschafft! Jetzt ist es Zeit, alle Studienmaterialien wieder in deine Ordner einzusortieren (schließlich könntest du sie zu einem späteren Zeitpunkt nochmal brauchen) und, vor allen Dingen, zu entspannen und zu feiern. Du hast dein Bestes gegeben und hast dir deine Freizeit nun redlich verdient!

Habits to become and stay organized - Relax

Pictures: Pexel (1-2), giphy (3)

Translated by Pia Neudert. Click EN in top menu bar for the English version.

Profile photo of Pia

0

Pia

Pia is a 25-year old graduate business student and aviation professional from Germany, currently studying as an exchange student at the University of Chicago Booth Business School. Before that, she attained an undergraduate degree in Aviation Management at EBS University in Oestrich-Winkel. As an airline employee, she loves traveling around, even though flying as standby passenger is often an adventure itself. Especially after spending 54 hours at LAX airport, waiting for a flight to get on, you can ask her about any hacks how to survive in transit. During her travels, she captures the beauty of her surroundings with her beloved camera and shares them on her Instagram channel. At home in Frankfurt, you will mostly find her spending her leisure time with yoga, TRX training, or a good night out with friends.


Leave a Reply